Aktuelle Projekte und Konferenzen

Forschungsprojekt:
Die Utopie im postutopischen Zeitalter. Gesellschaftskritik und Gattungsinnovation im zeitgenössischen russischen Roman

Förderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit:
01. 10. 2011 -30. 09. 2014

Projektleitung:
Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz

Projektmitarbeiter:
Dr. Andreas Ohme (100%)

Studentische Hilfskraft:
Dorothea Krause

Projektbeschreibung:
Das Forschungsprojekt untersucht anhand theoretisch fundierter Einzelanalysen von gesellschaftspolitisch brisanten Texten der russischen Gegenwartsliteratur die jüngsten Entwicklungen der utopischen Schreibweise. Dabei lautet die Ausgangshypothese, dass die literarische Gattung der Utopie, in deren Zentrum der Entwurf idealer bzw. abschreckender Gemeinwesen (Eutopie bzw. Dystopie) steht, auf die in verschiedenen soziologischen Zeitdiagnosen konstatierte zunehmende Delegitimierung des Staatsgedankens reagiert. Auf der Basis eines durch strukturelle und thematische Kriterien klar umgrenzten Korpus russischer Romane will das Forschungsprojekt deshalb die Fragen beantworten, welche Rolle die Idee staatlicher Ordnung in der zeitgenössischen Literatur noch spielt, welche Alternativen für die Organisation menschlicher Gemeinwesen gegebenenfalls imaginiert werden und welche Ausdrucksformen dabei in Anknüpfung an bzw. in Abgrenzung von den Gattungskonventionen der literarischen Utopie ausgebildet werden. Berücksichtigt werden hierbei die relevanten soziologischen Arbeiten, die einschlägige gattungstheoretische Forschung sowie die formensprachliche Traditionsbildung. Als Untersuchungsgegenstand ist gerade die russische Literatur in doppelter Weise prädestiniert. Zum einen wird im Zerfall der Sowjetunion die Delegitimation des Staates und das "Ende der Utopie" mit Händen greifbar, zum anderen verfügt die russische Literatur über eine lange (anti-)utopische Tradition, an die aber erst nach dem Einsetzen der Perestrojka wieder angeknüpft werden konnte.

Ungarn im Spannungsfeld zwischen Ost und West Selbstbilder im Wandel der Zeiten und Ereignisse

Projektleiterin:

Prof. Dr Gabriella Schubert

Zusammenfassung:

Im deutschsprachigen Raum liegen in deutscher Sprache neben allgemeinen landes- und volkskundlichen Arbeiten zu Ungarn lediglich ältere Abhandlungen zur ungarischen Kulturgeschichte vor; es fehlt jedoch an kulturgeschichtlichen Abhandlungen, in denen auch die gegenwärtigen kulturgeschichtlichen Entwicklungen berücksichtigt werden.

Die geplante Überblicks-Darstellung stellt die wichtigsten Epochen, Entwicklungen und Persönlichkeiten der ungarischen Kulturgeschichte vor; dabei berücksichtigt sie auch die Gegenwart. Ihr Ziel ist es, ein allseitiges Bild der Spezifik ungarischer Kultur und Geistigkeit, eingebettet in europäische Zusammenhänge, zu vermitteln.

Neben allgemeinen Informationen ist sie jedoch auch problemorientiert, indem sie insbesondere die im Laufe der Geschichte zwischen Ost und West oszillierenden Selbstbilder und Selbstverortungen in den Blick nimmt.

Die Forschung wurde und wird durch das Balassi-Institut Budapest gefördert.

Zeitschrift für Balkanologie

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